Eisenmangeltherapie

Blutanalyse

 In der Ordination führen wir eine detaillierte Blutanalyse über unser Partnerlabor durch, und folgende Eisen Parameter werden anschließend besprochen.

Blutanalyse
  • Eisenstoffwechsel- Parameter

    1. Serum-Eisen – gibt den aktuellen Eisenwert im Blut an (schwankt täglich).
    2. Transferrinsättigung (%) – zeigt, wie viel Eisen an das Transportprotein Transferrin gebunden ist.
    3. Transferrin – Transportprotein für Eisen
    4. Ferritin – Eisenspeicherwert, wichtiger Indikator für Eisenmangel oder -überschuss.
  • Blutbildung und Anämie-Diagnostik

    1. Hämoglobin (Hb) – Hauptbestandteil der roten Blutkörperchen, oft erniedrigt bei Eisenmangel.
    2. Hämatokrit (Hkt) – Anteil der roten Blutkörperchen im Blutvolumen.
    3. MCV (Mittleres korpuskulares Volumen) – zeigt die Größe an
    4. MCH (Mittlerer Hämoglobingehalt pro Erythrozyten) – gibt an, wie viel Hämoglobin eine einzelne Zelle enthält
    5. MCHC (Mittlere Hämoglobinkonzentration der Erythrozyten) – gibt die durchschnittliche Hämoglobinkonzentration in den roten Blutkörperchen an.
  • Entzündungs- und Begleitmarker

    1. CRP (C-reaktives Protein) – Entzündungsmarker; erhöht bei chronischen Entzündungen, die die Eisenverwertung stören können.
    2. Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG/ESR) – Allgemeiner Entzündungsparameter.
    3. Hepcidin – Hormon, das die Eisenaufnahme reguliert; oft erhöht bei chronischen Entzündungen.

Je nach Befund können weitere Parameter bestimmt werden, z. B. Vitamin B12, Folsäure oder Vitamin C Spiegel, um eine andere Ursache für die Blutbildveränderung auszuschließen.

Eisenmangel kann verschiedene Symptome verursachen, je nach Schweregrad des Mangels. Die häufigsten Symptome sind:

    Allgemeine Symptome:

  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Blasse Haut
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel oder Benommenheit

    Kardiovaskuläre Symptome:

  • Herzklopfen (Tachykardie)
  • Atemnot, besonders bei körperlicher Anstrengung
  • Niedriger Blutdruck (in schweren Fällen)
  • Kollaps

    Neurologische Symptome:

  • Restless-Legs-Syndrom
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen
  • Depressionen

    Haut, Haare und Nägel:

  • Brüchige Nägel (eventuell Löffelnägel)
  • Haarausfall
  • Trockene Haut

    Mund- und Schleimhautveränderungen:

  • Risse in den Mundwinkeln (Mundwinkelrhagaden)
  • Glatte, entzündete Zunge (Glossitis)
  • Schluckbeschwerden

    Besondere Symptome

  • Wachstumsverzögerungen
  • Entwicklungsstörungen
  • Wortfindungsprobleme
  • Libido Störungen
  • Ausbleiben der Regelblutung
  • Kälteempfindlichkeit
  • Immunschwäche-Infektanfälligkeit

Falls Sie Symptome bei Ihnen oder jemandem in Ihrem Umfeld beobachten, wäre eine ärztliche Abklärung sinnvoll.

Diät Beratung/orale medikamentöse Therapie

Diese Thematiken werden in einem umfangreichen Arztgespräch ebenso abgeklärt.

Ordination

Infusionstherapie bei Eisenmangel

Die Infusionstherapie mit Eisen wird eingesetzt, wenn eine orale Substitution nicht ausreicht, nicht vertragen wird oder ein schnellerer Eisenaufbau notwendig ist. Dies betrifft vor allem Patienten und Patientinnen mit:

Ordination Warteraum
  • schwerem Eisenmangel
  • Malabsorptionsstörungen (z. B. Zöliakie, Morbus Crohn)
  • chronischen Blutverlusten (z. B. durch Menstruation, gastrointestinale Blutungen),
  • Patienten mit chronischer Nierenerkrankung
  • Schwangere
  • Ablauf der Infusionstherapie

    1. Eisenbedarf berechnen
    2. Präparat Auswahl – je nach Verträglichkeit und gewünschter Dosierung
    3. Verabreichung einer Testdosis, wenn nötig
    4. Infusion (über 15–60 Minuten, abhängig vom Präparat)
    5. Überwachung auf Nebenwirkungen (z. B. allergische Reaktionen, Blutdruckabfall)
  • Verfügbare Eisenpräparate zur Infusion

    1. Eisen (III)-hydroxid-Saccharose-Komplex
    2. Eisen (III)-Carboxymaltose
      • Hohe Dosierungen in kurzer Zeit möglich
    3. Eisen (III)-Isomaltosid
  • Nebenwirkungen und Risiken

    Selten: Kopfschmerzen, Übelkeit, Flush, Hypotonie, grippiges Gefühl 
    Sehr selten: Anaphylaxie
  • Nachsorge

    Blutbildkontrolle nach 4–8 Wochen zur Beurteilung des Therapieerfolges
    Serum Ferritin- und Transferrinsättigungs-Kontrollen sowie Hämoglobin Werte
    1/2-jährige Nachkontrolle aller Micronährstoffe

Die Infusionstherapie

Die Infusionstherapie ist eine effektive Möglichkeit, Eisenmangel schnell zu korrigieren, sollte aber nur unter ärztlicher Überwachung, in spezialisierten Zentren wie in der Ordination von Frau Dr. Lucia Brendinger, erfolgen.

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